Entlang des Südatlantiks

04.-05.12.2023

Am 4.12. sind wir nach Argentinien eingereist. Nach dem dritten Versuch hatte ich auch die TIP (Autoimportdokument) mit den richtigen Daten. In Guateguaychú haben wir bei Western Union Bargeld geholt und eine SIM-Karte für Argentinien. Übernachtet haben wir bei Zarate im Delta del Paraná.

Am nächsten Tag waren wir in Buenos Aires im Shopping Mall einkaufen. Es gab sogar Brot unserem ähnlich. Im Baumarkt nebenan habe ich eine große Schaufel gekauft, wie siech später zeigen wird, eine sehr gute Entscheidung.

 

Am späten Nachmittag ging es auf der RN3 (Buenos Aires – Ushuaia) Richtung Bahia Blanca.

06.-08.12.2023

 

Wir fahren weiter auf der RN3 in südlicher Richtung. In Fortaleza Mercedes haben wir und eine alte Festung und eine Wallfahrtskirche angeschaut.

Und dann erreichen wir Patagonien, wie die Steinplatte in Carmen de la Patagonia belegt.

Die Nacht verbringen wir in El Condor.

 

Dem Trauma des verlorenen Malvinas-Kriegs begegnen wir noch sehr häufig. 

Am nächsten Tag besichtigen wir die Felsensittichkolonie, einer der größten weltweit. Auf einer Länge von ca. 13 km befinden sich tausende Nester.

Wir folgen dann auf der Ruta Provincial 1 (RP1) der Küste, der schönen Landschaft wegen. Die Nacht verbringen wir in Punta Mejillón, wo wir eine sehr nette, junge Familie aus NL kennenlernen.

 

09.-11.12-2023

 

Die nächsten zwei Tage verbringen wir in Las Grutas, einem bei den Argentiniern sehr beliebten Seebad. Diesmal stehen wir auf einem CP. Ich versuche die undichte Dachluke zu versiegeln. Aber für Spaziergänge am Strand haben wir auch genügend Zeit. Auf dem CP treffen wir neben Charlie und Kip aus den NL auch noch eine junge französische Familie, die mit zwei Fahrrädern und Anhänger samt Kind nach Ushuaia fährt, ganz schön mutig.

11.-13.12.2023

 

Wir fahren stundenlang durch monotone Pampa. Am Abend erreichen wir Peninsula Valdes und kurz vor Puerto Piramides sehen wir bei Punta Piramides die ersten Seeelephanten.

 

Am nächsten Tag erkunden wir die Peninsula. Zuerst geht es zu Punta Delgado und dann zu Punta Norte. Endlich sehen wir uns Magellan-Pinguine und Seeelephanten satt. Nur die Buckelwale sind schon weg und Orcas sehen wir auch nicht.

12.-14.12.2023

 

Wir fahren weiter gen Süden und besuchen Trelew und Gaiman. Beide Orte wurden von Walisischen Siedlern gegründet. In Trelew probieren wir zum ersten Mal eine Wäscherei, es klappt prima, für 4.000 ARS bekommen wir zwei Taschen Wäsche gewaschen und getrocknet. Sonst hat aber der Ort nicht viel zu bieten. Die Inflation schreitet voran, für 200 USD gibt es bei Western Union nun mehr als 200.000 ARS. Deshalb wurden 2000-er ARS Banknoten eingeführt.

Gaiman ist sehr nett. Wir übernachten bei der freiwilligen Feuerwehr und vor dem Schlafengehen bummeln wir noch kurz durch das Städtchen. Die Eisenbahn wurde in den 1970-ern stillgelegt, der Bahnhof ist jetzt ein Museum. Das nette Geschäft mit lokalen Produkten besuchen wir morgen noch einmal und decken uns mit Leckereien und Andenken ein.

15.-16.12.2023

Camarones und Cabo dos Bahias.

 

Am Cabo sehen wir die Magellan-Pinguine aus nächster Nähe. Und Camarones ist bekannt für hervorragende Seafood, das nutzen wir aus. Für 20 USD werden wir beide satt mit Vorspeise (auf Kosten des Hauses, marinierter Guanaco ), Getränken und Kaffee. Die Wirtin ist eine Milei-Anhängerin und hofft sehr auf wirtschaftliche Besserung.

Auf dem Rückweg zu RN3 sehen wir noch ein paar Guanacos und ein Nachlager finden wir ca. 6 km abseits der RN3 in der, wo auch sonst, Pampa. Am nächsten Morgen fahren wir auf der RN3 weiter in den Süden. Wir passieren Comodoro Rivadavia, ein Zentrum der Erdölförderung. Wir übernachten auf dem CP in Jaramillo.

 

 

17.12.2023

 

Cabo Blanco ist m.E. ein Geheimtipp. Die 70 km Schotterstraße lohnen sich auf jeden Fall. Die Landschaft am Cabo ist grandios, die Fauna ebenfalls. Es gibt hier eine große Felsrobbenkolonie und in der Felswand nisten Kormorane, großartig. Wir sind die einzigen Besucher. Beim wenden habe ich Lotter im losen Kies festgefahren, aber nach dreißig Minuten hatten wir wieder festen Schotter unter den Rädern. Wir fahren dann nach Puerto Deseado und bleien über Nacht auf dem CP, wo auch andere Overlander stehen.

 

Wir fahren in den P.N. Bosques Petrificados de Jaramillo. Die Landschaft erinnert tlw. an Monument Valley.

Vor etwa 150 Millionen Jahren, in der späten Jurazeit, herrschte im Gebiet dieses Nationalparks ein stabiles Klima mit reichlich Feuchtigkeit. Hier wuchsen dichte Wälder mit riesigen Bäumen, darunter Araucaria mirabilis, ein alter Verwandter der heutigen Araucaria-Arten, einer Art immergrüner Nadelbäume.

 

Zu Beginn der Kreidezeit begrub die Asche und Lava die Wälder und ein Teil wurde dem Prozess der Versteinerung unterworfen. Dieser Prozess setzt voraus, dass sich der umgestürzte Baum in einer sauerstofffreien Umgebung befindet, in der die ursprüngliche Pflanzenstruktur und das allgemeine Erscheinungsbild erhalten bleiben, die jedoch regelmäßig von mineralhaltigem Wasser überflutet wird, wodurch die organische Struktur durch Kieselsäure und andere Mineralien ersetzt wird. Das Endergebnis ist versteinertes Holz. Die Baumriesen waren bis zu 100 m hoch und hatten einen Durchmesser bis zu 3,5 m.[Wikipedia]

Am nächsten Tag fahren wir zu P.N. Monte León. Die Landschaftsformationen sind beeindruckend und wir sehen wieder Magellan-Pinguine, Seeelephanten und Kormorane.

Zurück auf der Rückfahrt zu RN3 sehen wir noch einer Nandu-Familie. Die Nacht verbringen wir an einem verlassenen Bauernhof abseits der RN3, etwas gespenstisch wirkt es hier schon.

Da wir spontan eine Antarktik-Kreuzfahrt gebucht haben, kaufen wir in Rio Gallegos ein paar Anziehsachen ein und fahren Richtung Magellanstraße. Wir übernachten am Kratersee Laguna Azul, Pavel steigt am Abend noch zum Kratersee hinab.